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AGRITURISMO POZZUOLO Loc. Le Vigne. n°56 53040 Radicofani (Siena) Tel. 0578-55885 TOSCANA - ITALY
E-mail
agripozzuolo@libero.it![]() |
An der Radicofani Strasse - Celle sul rigo innerhalb des Val d'Orcia Park liegt das Farmhaus Pozzuolo, inmitten von Weinbergen, Olivenbaeumen und ueppig gruenem Wald. Unsere Gaeste sind eingeladen die typischen Farmprodukte zu probieren und in Kontakt mit Tieren und Natur zu leben.

Im Jahre 1956 wurde Pozzuolo von Massimiliano del Grasso und Celsina Meloni gekauft. Pozzuolo war eines von 12 Landgütern (poderi), die dem Grafen Ademaro gehörten.
Der Graf stammte von Castelvecchio ab und überließ seine Besitze Verwaltern, die sich auch um die Finanzen kümmerten. Am Sonntag morgen mussten sich alle Familienoberhaupte der Landgüter zum Wohnsitz des Gutsverwalters (Medicivilla in Radicofani) begeben, wo in einem speziellen Raum, der „scrittoio“ genannt wurde, das verdiente Geld der Bauern verrechnet wurde (je nach Verkauf der Lämmer, Schweine, Kühe,...) Es gibt viele Anekdoten, was die Beziehung zwischen Gutsbesitzer und Bauern angeht und das Land, das sie verwalteten:
Alle 15 Tage gab es eine sogenannte „Teilung des Käses“, wobei die Hälfte an den Gutsverwalter abgegeben wurde. Genauso geschah es beim Dreschen, auch hier ging die Hälfte der Ernte an den Gutsverwalter und im Tausch bekam man neuen Samen für die nächste Saat. Auch bei der Schafschur musste geteilt werden.
Das Landgut Pozzuolo war immer ein wichtiger Treffpunkt, da hier jedes Jahr am 1. Mai ein Fest veranstaltet wurde. Auf dem tufferdenen Platz spielte man Ziehharmonika und die Menschen versammelten sich zum Tanz, zum Trinken und zum Plaudern.
Der Brunnen des Landgutes versorgte alle Familien der Umgebung mit Wasser. Die Frauen kamen normalerweise mit großen Kupferkrügen zum Brunnen, um die Wasche zu waschen. Die Männer kamen mit ihren Karren und füllten ihre Korbflaschen (damigiane), um dauerhafte Reserven zu schaffen.
Genauso wichtig war die „Kirche der Madonna der Weinberge“ in diesem Gebiet, eine kleine Kirche auf dem Lande, in der die Familien dieser Gegend die Hl. Messe besuchen konnten. Zu diesem Anlass kam extra ein Priester aus Radicofani ins Tal. Die Kirche hat diesen Namen durch eine Legende bekommen. Die Madonna sollte einem Mann im Weinberg erschienen sein.
In den 50er-60er Jahren wurden dann ein Fest zu Ehren der „Madonna der Weinberge“ veranstaltet, ein wirklich weltliches Fest, das viele Tage lang vorbereitet wurde. Freiwillige Helfer organisierten Spiele (z.B. Sackhüpfen) und Erfrischungen für alle Teilnehmer.
Es gab Personen, welche die Aufgabe hatten von Haus zu Haus „betteln“ zu gehen, damit jede Familie ein paar Produkte für das Fest spendete (Eier, Wein, Käse).
Zuletzt gab es kaum Zeit für Vergnügen und Zeitvertreib. Die Menschen unterhielten sich mit dem „Ruzzolaspiel“: es wurden zwei Gruppen gebildet. Das Ziel war es eine runde Olivenholzscheibe so weit wie möglich zu rollen. Dieses traditionelle Spiel wurde im Dorf Celle sul Rigo weitergeführt. Dort verwendet man aber anstatt der Olivenholzscheibe einen ausgereiften Laib Käse.

Das Landgut wurde von den aktuellen Besitzern restauriert. Im Erdgeschoss (wo sich ursprünglich der Kuhstall befand) wurde ein Raum eingerichtet, wo sich die Gäste im Kontakt mit der Natur erholen können, und wo man die Produkte dieses Landes kosten kann. Produkte, die noch auf die antike Art und Weise hergestellt werden (Wein, Olivenöl, Käse, Marmellade und vieles mehr.
PROBIEREN UM ZU GLAUBEN!
